Elektronik

Macht es Sinn, alte Handys aufzubewahren?

Kurz und bündig: Nein. Alte Handys aufzubewahren, macht so gut wie nie Sinn. Der Wert sinkt nämlich schnell, die darin enthaltenen Materialien werden durch das Lagern nicht besser, und außerdem nehmen diese Geräte Platz weg, den man besser nutzen könnte. Alte Handys abzugeben ist daher fast immer die bessere Wahl. Und das am besten so schnell wie möglich.

Dennoch liegen in den Niederlanden Millionen alter Handys in einer Schublade. Aus Gewohnheit oder weil die Leute nicht wissen, was sie mit alten Handys machen sollen: verkaufen, abgeben oder doch verschenken? Im Folgenden erfährst du, was darin steckt, was es einbringt, was du im Vorfeld regeln musst und was anschließend mit deinem Gerät geschieht.

Was steckt eigentlich in einem alten Handy?

Mehr, als die meisten Menschen denken. Ein durchschnittliches Smartphone enthält Gold, Silber, Kupfer, Palladium und Metalle wie Indium und Kobalt. Das sind beispielsweise die Bestandteile eines solchen Geräts:

  • Gold: in der Leiterplatte und in den Steckverbindern
  • Kupfer: in der Verkabelung und in Schaltkreisen
  • Silber: in Lötverbindungen
  • Kobalt und Lithium: in der Batterie
  • Palladium: in Kondensatoren

Diese Rohstoffe stammen aus Minen auf der anderen Seite der Welt. Bleibt das Handy in einer Schublade liegen, wird dieser Rohstoff nicht weiterverwendet. Gibt man es ab, erhält das Material ein zweites Leben. Der größte Teil des Edelmetalls befindet sich übrigens in der Leiterplatte. Welche Leiterplatten am meisten wert sind, erfahren Sie hier. Ein einzelnes Handy bringt zwar nur wenig ein, aber in den Niederlanden liegen schätzungsweise mehr als 50 Millionen ungenutzte Geräte herum. Das ist ein Berg an Material, der derzeit ungenutzt bleibt.

Die Lagerung kostet Geld und birgt Risiken

Ein Handy verliert schnell an Wert. Ein Gerät, das heute beispielsweise noch 80 Euro wert ist, bringt in zwei Jahren vielleicht nur noch 20 Euro ein – wenn es überhaupt noch etwas einbringt. Denn Modelle veralten, Akkus verlieren an Leistung und Software erhält keine Updates mehr. Warten kostet dich also Geld. Bei Computern lässt sich genau dasselbe Muster beobachten – mehr dazu erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Die Lagerung ist zudem nicht ohne Risiko. Lithium-Akkus können bei Beschädigung oder längerer Lagerung auslaufen oder im schlimmsten Fall einen Brand verursachen. Das kommt zwar selten vor, sollte aber nicht ignoriert werden. Und Rohstoffe, die niemand zurückgewinnt, müssen von Bergbauunternehmen erneut abgebaut werden. Das kostet Energie und Wasser. Das Recycling alter Handys durchbricht diese Kette direkt.

Wie viel Geld bekommt man für die Abgabe eines alten Handys?

Das hängt von der Marke, dem Modell, dem Alter und dem Zustand des Geräts ab. Neuere Modelle, die sich noch in gutem Zustand befinden, können über eine Ankaufplattform manchmal noch einen beträchtlichen Betrag einbringen. Was wir für Elektronikgeräte bezahlen, können Sie auf unserer Seite mit den Ankaufspreisen für Elektronikgeräte einsehen. Ältere oder beschädigte Handys sind für den Weiterverkauf meist weniger interessant, können aber aufgrund der darin enthaltenen Rohstoffe und Metalle für das Recycling immer noch wertvoll sein.

Dabei ist es wichtig, zwischen der kostenlosen Abgabe und dem tatsächlichen Erhalt von Geld für ein Gerät zu unterscheiden. Dass man ein altes Handy kostenlos recyceln lassen kann, bedeutet nämlich nicht automatisch, dass es keinen Restwert mehr hat. Umgekehrt bedeutet der Besitz eines alten Geräts auch nicht, dass ein Aufkäufer dafür zwangsläufig bezahlt. Es lohnt sich daher, zunächst zu prüfen, um welches Gerät es sich handelt, wie alt es ist und in welchem Zustand es sich befindet.

Wenn dein Handy nicht älter als etwa drei Jahre und noch in gutem Zustand ist, erzielst du in der Regel den höchsten Erlös, wenn du es über eine Ankaufswebsite verkaufst. Bei älteren oder beschädigten Geräten ist das Recycling die naheliegendere Option, damit wertvolle Rohstoffe wiederverwertet werden können. Wenn das Gerät noch einwandfrei funktioniert, du aber keine Vergütung dafür benötigst, kannst du es auch verschenken oder spenden. So bleibt das Handy länger im Einsatz.

Wenn Sie mehrere alte Handys oder andere elektronische Geräte zu Hause haben, ist die Abgabe bei einem zertifizierten Entsorgungsunternehmen eine sinnvolle Entscheidung. So können Sie sicher sein, dass die Materialien ordnungsgemäß und verantwortungsbewusst verwertet werden. Egal, für welche Option Sie sich entscheiden: Achten Sie immer darauf, dass persönliche Daten zuvor vom Gerät gelöscht werden. Löschen Sie Ihre Daten und Konten, bevor Sie das Handy verkaufen, verschenken oder zum Recycling geben.

Was tun mit alten Handys: So gehst du vor

Es ist einfacher, als du denkst. Stelle alle alten Geräte nebeneinander und überprüfe den Verkaufswert jedes einzelnen Geräts. Hat es noch einen Wert, verkaufe es. Wenn nicht, gib es bei einem zertifizierten Entsorgungsbetrieb ab. Wirf lose Batterien niemals in den normalen Schrott: Diese werden separat entsorgt.

Fotos, Passwörter, Bankdaten und dein Apple- oder Google-Konto: Das willst du nicht preisgeben. Erstelle daher zunächst ein Backup, melde dich von deinen Konten ab, entferne die SIM-Karte und die Speicherkarte und setze das Gerät auf die Werkseinstellungen zurück. Überprüfe anschließend, ob alles gelöscht ist. Wie du das gründlich machst, erfährst du hier.

So gehen wir mit dem von dir abgegebenen Handy um

Bei Krommenhoek Metals können Sie alte Elektronikgeräte an unseren Standorten in Rotterdam und Wateringen abgeben. Wir sind für die Sammlung und Logistik WEEELABEX-zertifiziert. Ihr Gerät gelangt über eine kontrollierte Lieferkette zu einem zugelassenen Verarbeiter, der Gold, Kupfer und Kobalt zurückgewinnt und wieder in den Produktionskreislauf zurückführt. Keine grauen Kanäle, kein unbekannter Bestimmungsort.

Krommenhoek Metals ist bereits seit 1925 im Metallhandel tätig. Das Recycling von Elektronik gehört heute ebenfalls dazu – mit dem gleichen Ansatz: ehrliches Wiegen, saubere Verarbeitung, kein Ärger. Nicht, weil wir es müssen, sondern weil wir es so machen.

 

Häufig gestellte Fragen

Kann ich ein defektes Handy abgeben?

Ja. Ein zerbrochenes Display, Wasserschaden oder ein Gerät, das sich nicht mehr einschalten lässt, spielt für das Recycling keine Rolle. Die darin enthaltenen Rohstoffe behalten ihren Wert. Für den Weiterverkauf ist ein defektes Gerät in der Regel jedoch weniger interessant.

Muss ich einen Termin vereinbaren?

Nein. Du fährst einfach auf das Gelände. Bring einen gültigen Ausweis mit – das ist gesetzlich vorgeschrieben – und lösche vorher deine Daten.

Kann ich mehrere alte Handys gleichzeitig abgeben?

Selbstverständlich. Ob zwei oder zwanzig – wir verarbeiten sie alle. Haben Sie als Unternehmen eine größere Menge an Elektronikschrott? Kontaktieren Sie uns, dann finden wir gemeinsam die beste Lösung.

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