Krommenhoek Metals feiert sein 100-jähriges Bestehen: ein Meilenstein, auf den man stolz sein kann

Im Jahr 1925 eröffnete Urgroßvater Dirk Krommenhoek einen kleinen Zigarrenladen an der Vlietkade 60 in Rotterdam. Schon bald erweiterte er sein Geschäft um den Handel mit Alttextilien und Metallen. Der Transport erfolgte damals noch mit Pferd und Wagen, aber der Grundstein war gelegt. Was als bescheidenes Unternehmen begann, hat sich im Laufe eines Jahrhunderts zu einem führenden Familienunternehmen im Metallrecycling entwickelt – mit Niederlassungen weit über Rotterdams Grenzen hinaus.

Im Jahr 2025 feiert Krommenhoek Metals sein 100-jähriges Bestehen. „In diesem Jahr sind wir stolzer denn je“, sagt Bas Krommenhoek. „Stolz auf unsere Geschichte, unsere Mitarbeiter und den Beitrag, den wir zur Kreislaufwirtschaft leisten.“

Gemeinsam feiern

Das Jubiläum wurde groß gefeiert. Die gesamte Belegschaft wurde an einen externen Veranstaltungsort zu einem Tag voller Teambuilding-Aktivitäten eingeladen, gefolgt von einem gemeinsamen Grillfest. „Mein Vater und unser Geschäftsführer Lútzen Brink haben eine Rede gehalten, und alle Mitarbeiter erhielten eine Medaille mit dem speziell für das Jubiläum entworfenen Logo“, sagt Bas.

Auch an unsere Geschäftspartner haben wir gedacht. Sie erhielten ein Mailing mit einer Broschüre, in der die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts zusammengefasst wurde, sowie einen Jubiläums-Anstecker in limitierter Auflage mit dem Logo zum 100-jährigen Jubiläum als Symbol für unseren gemeinsamen Weg. „Wir haben darauf sehr viele nette und positive Reaktionen erhalten.“

Geschichte auf der Karte

Anlässlich des Jubiläums wurde außerdem eine spezielle Seite auf der Unternehmenswebsite eingerichtet. Dort veröffentlichen wir besondere Geschichten und Fotos aus unserem umfangreichen Archiv. „Wir möchten mit Bildern und Anekdoten aus den vergangenen Jahrzehnten zeigen, woher wir kommen.“

Resilienz über Generationen hinweg

Die Geschichte des Unternehmens zeigt, wie wichtig Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit gewesen sind. „In den letzten 100 Jahren haben wir viel durchgemacht“, blickt Bas zurück. „Von Kriegsjahren, in denen Genehmigungen entzogen wurden, bis hin zu Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen, in denen unsere Familie alles daran gesetzt hat, das Unternehmen weiterzuführen. Unsere Widerstandsfähigkeit und unser Innovationsdrang haben uns jedes Mal stärker gemacht. Es war unsere Vision, Chancen zu ergreifen und uns an die sich wandelnde Welt anzupassen – das hat uns dorthin gebracht, wo wir heute stehen: ein modernes, nachhaltiges Unternehmen, das eine wesentliche Rolle in der Kreislaufwirtschaft spielt.“

Wachstum und Entwicklung

Die letzten Jahre standen ganz im Zeichen der Erneuerung. So wurde beispielsweise das Rebranding der Tochterunternehmen abgeschlossen. „Das ist wirklich die Krönung unserer Jubiläumsfeier.“ Whale Recycling konzentriert sich mittlerweile eigenständig auf das Recycling von Elektronik und die Datenvernichtung. ReactPGM ist auf dem Katalysatormarkt tätig, und mit Oyo Alloys haben wir ein Joint Venture für hochwertige Aluminium- und Messingsorten gegründet. „Wir sind sehr stolz auf diese Tochterunternehmen, die inzwischen völlig eigenständig arbeiten.“

Auch das internationale Wachstum ist Teil davon. Im Jahr 2019 eröffnete Krommenhoek Metals zwei Niederlassungen in Island. „Die Aktivitäten sind dieselben wie in den Niederlanden. Wir kaufen Altmetalle aus der Industrie an und transportieren sie als Schüttgut in die Niederlande, wo sie bei uns in Rotterdam verarbeitet werden.“ Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern spielt dabei eine Schlüsselrolle. „Wir bedienen den lokalen Markt tatsächlich mit einem Containerservice, so wie wir es auch in den Niederlanden tun. Gerade weil wir mit Menschen vor Ort zusammenarbeiten, funktioniert das so gut.“

Wiederverwendung fördern

Auch auf Produktebene setzen wir unsere Innovationen fort. Mit dem internationalen Webshop www.ballast-producten.nl ermöglichen wir die Wiederverwendung von Restmaterialien. „Damit setzen wir wirklich auf Wiederverwendung. Recycling ist natürlich schon sehr gut, aber die Wiederverwendung ist noch besser für die Umwelt. Und natürlich gibt es hier eine enorme Synergie mit dem Schrotthandel. Wir kaufen nämlich Restmengen an Stahl und Blei an, die möglicherweise zur Wiederverwendung eingesetzt werden können. Darin sehen wir einen großen Mehrwert.“

Verbindung zur neuen Generation

Im Mai haben wir die Netzwerkveranstaltung „MRF Young Metal Masters“ organisiert, die sich speziell an Fachleute unter 40 Jahren richtete. „Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums wurden wir gebeten, diese Veranstaltung auszurichten. Das hat uns sehr viel Spaß gemacht. Dabei konnten wir Krommenhoek und unsere Tochterunternehmen Gleichgesinnten aus der Branche vorstellen. Viele kennen uns nur vom Hörensagen. Es war sehr schön, sich persönlich kennenzulernen und sich auszutauschen. Oft gibt es viele Überschneidungen. Es waren Menschen aus der zweiten und dritten Generation von Familienunternehmen dabei. Sie beschäftigen sich mit denselben Themen und stoßen oft auf dieselben Herausforderungen. Es ist schön, miteinander zu netzwerken und ins Gespräch zu kommen.“

Digitalisierung als Grundlage

Auch hinter den Kulissen wurden große Fortschritte erzielt. „Alle unsere Geschäftsprozesse laufen in der Cloud. Alles ist digitalisiert. Bei uns läuft nichts mehr auf Papier. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass wir nicht mehr an den Standort gebunden sind. Auch von zu Hause aus oder beispielsweise – wenn man auf Geschäftsreise ist – vom Hotel aus ist alles sofort einsehbar. Ein weiterer großer Vorteil ist natürlich der Verwaltungsaufwand, der enorm gesunken ist. Wir haben jederzeit Einblick und Kontrolle.“

Employer Branding: Nicht nur reden, sondern recyceln

Um neue Kollegen zu gewinnen, wurde 2024 die Karriere-Website werkenbijkrommenhoek.nl gestartet. „Es ist schwierig, Personal zu finden, und auch für uns ist es eine Herausforderung, Kranführer, Fahrer und Mitarbeiter für die Wiegestation zu finden. Meine Schwester Britt ist bei uns für die Personalabteilung zuständig und hatte die Idee, ein eigenes Branding für die Anwerbung qualifizierter Mitarbeiter zu entwickeln. Gemeinsam mit einer Werbeagentur haben wir eine ganze Kampagne entwickelt: ‚Nicht quatschen, sondern recyceln‘, mit coolen, authentischen Fotos und entsprechenden Videos. Das sorgt dafür, dass wir, wenn wir Stellenanzeigen schalten, auch tatsächlich Reaktionen und Bewerbungen erhalten. Das hat bereits zu vielen guten neuen Kollegen geführt.“

Die Kraft der Familie

Was ist für Bas persönlich das Besondere an diesem Jubiläumsjahr? „Dass wir immer noch ein echtes Familienunternehmen sind, in dem mein Vater und meine Schwester aktiv sind. Es ist schön, dies gemeinsam tun zu dürfen. Generationen der Familie Krommenhoek haben sich mit Leib und Seele dafür eingesetzt, das Unternehmen zu dem zu machen, was es heute ist. Unsere Grundwerte sind in all den Jahren unverändert geblieben: Zuverlässigkeit, handwerkliches Können und starke Kundenbeziehungen.“ Wie Opa Joop immer sagte: „Wer den Wert seines Wortes nicht kennt, hat als Kaufmann schnell einen schlechten Ruf.“ Laut Bas bildet dieses Motto nach wie vor die Grundlage der täglichen Arbeit.

Blick in die Zukunft

Parallel zu den Jubiläumsfeierlichkeiten bleibt der Blick auf die Zukunft gerichtet. „Die Welt verändert sich, und wir entwickeln uns mit. Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Durch Investitionen in moderne Techniken und Lösungen leisten wir einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zur Klimawende. Unser Ziel ist es, Metalle und Rohstoffe so lange wie möglich in der Wertschöpfungskette zu halten – unter Berücksichtigung der Menschen und der Umwelt.“

Die von Krommenhoek Metals erzielten Auswirkungen werden im jährlichen Impact-Bericht dargestellt. „Den senden wir an Kunden, Banken und Behörden. Es ist uns sehr wichtig zu zeigen, was wir tun und welche Auswirkungen dies hat. Wir glauben, dass dies der Weg in die Zukunft ist. Wir setzen uns weiterhin für Nachhaltigkeit und deren Weiterentwicklung ein.“

Auch die anstehenden Nachhaltigkeitsvorschriften werden genau verfolgt. „Die CSRD-Nachhaltigkeitsberichterstattung wurde zwar verschoben, aber wir gehen davon aus, dass sie langfristig immer wichtiger werden wird. Deshalb stellen wir unseren Kunden weiterhin Zahlen zur Verfügung. Dazu nutzen wir das CO₂-Berichtstool unseres Branchenverbands MRF. Damit wird die CO₂-Einsparung durch die bei uns abgegebenen Metalle transparent gemacht. Unternehmen können diese Zahlen dann nutzen. Diese Art von Erkenntnissen möchten wir noch weiter ausbauen. Das ist unserer Ansicht nach der Weg in die Zukunft.“

Abschließend erwähnt Bas noch einen Wachstumsplan: „Für Whale Recycling suchen wir derzeit aktiv nach einem neuen Standort, um unser Wachstum fortsetzen zu können. Dabei konzentrieren wir uns auf die Region Nordbrabant als möglichen Standort.“

Kontakt

Brauchst du Hilfe?

Haben Sie Fragen oder möchten Sie sofort Hilfe erhalten? Unser Team steht bereit, um Sie persönlich zu beraten und Ihnen die passende Lösung anzubieten.