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Wird der Kupferpreis im Jahr 2030 seinen Höchststand erreichen?

David Einhorn von Greenlight Capital nimmt bei der jährlichen „Sohn Investment Conference“ in New York kein Blatt vor den Mund. In seiner achtminütigen Präsentation spricht er über die Entwicklung desKupferpreises. Dieser kennt nur eine Richtung: nach oben.

David beginnt mit Präsentationen zu bekannten Elektroautomarken wie Tesla, Lucid, Xpeng und Rivium. Anschließend widmet er sich den eher traditionellen Automarken, darunter Mercedes, BMW und Volkswagen.

All diese Marken setzen voll und ganz auf die Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Schließlich müssen die Klimaziele erreicht werden. Und zum Aufladen all dieser Fahrzeuge wird nun einmal Strom benötigt. Am naheliegendsten ist es, diesen durch Wind- und Sonnenenergie, aber auch durch Wasserkraft zu erzeugen. Außerdem werden Kabel für die Stromübertragung und Batterien für die Speicherung benötigt.

Laut Elon Musk wird sich der Stromverbrauch sogar verdreifachen, wenn wir vollständig auf Elektrofahrzeuge umsteigen und unsere Wohnungen elektrisch heizen.(Quelle: Tesla-Präsentation zum 1. Quartal, verfügbar unter https://ir.tesla.com)

Eine weitere Folge dieser Entwicklungen ist, dass der Bedarf an Kupfer enorm steigen wird. Ein Elektrofahrzeug enthält mehr als viermal so viel Kupfer wie herkömmliche Fahrzeuge. Zudem werden große Mengen dieses Metalls für die Erzeugung von Wind- und Solarenergie benötigt. Man denke beispielsweise an den Korrosionsschutz von Windkraftanlagen. Aber auch an Seekabel für den Transport zum Speicherstandort an Land. Und die Wechselrichter zur Erzeugung von Solarenergie enthalten ebenfalls viel Kupfer.

Um diesen enormen Anstieg des Kupferbedarfs decken zu können, muss die Fördermenge erhöht werden. Der Ausbau einer bestehenden Mine dauert jedoch drei Jahre. Die Erschließung einer neuen Mine dauert sogar acht Jahre.

Darüber hinaus ist eine größere Kapazität für das Recycling von Altkupfer erforderlich. Recycling ist wichtig, unter anderem aus Umweltgründen. Das Problem dabei ist, dass derzeit nicht genügend Kupferschrott zur Verfügung steht, um den Bedarf zu decken. Analysten von Goldman Sachs prognostizieren bereits für den Zeitraum 2023–2030 enorme Engpässe für die Fabriken. Der erwarteteKupferpreisim Jahr 2025 liegt daher bei 15.000 Dollar (12.500 Euro) pro Tonne. Das bedeutet einen Anstieg von nicht weniger als 52 % gegenüber dem aktuellen Preis. Und das zusätzlich zu den gut 30 %, um die der Kupferpreis bereits im Jahr 2021 gestiegen ist. (Quelle: Goldman Sachs Commodities Research. „Copper is the new oil“. 13. April 2021.)

Um den Kupferbedarf zu senken, scheint der Ersatz durch Aluminium eine gute Lösung zu sein. Schließlich eignet es sich ebenfalls hervorragend als Leiter, ist in der Erde als Bauxit reichlich vorhanden und somit um ein Vielfaches billiger als Kupfer. Doch leider geht diese Rechnung nicht auf. Die potenzielle Abgabe auf den CO₂-Ausstoß beträgt 100 Dollar pro Tonne. Dies wirkt sich bei Aluminium viel stärker auf den Selbstkostenpreis aus als bei Kupfer. Dadurch preist sich Aluminium faktisch selbst aus dem Markt. Denn infolge der Klimaziele werden die umweltschädlicheren Industrien stärker belastet, um eine nachhaltige Produktion zu fördern. Kurz gesagt: Für Kupfer scheint eine Phase mit vor allem hohen Spitzenpreisen bevorzustehen.

(Quelle: Bericht: Sohn Investment Conference, David Einhorn, Mai 2021)

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