
Kolumne: Urban Mining – das macht man doch selbst
Urban Mining – so können Sie selbst mitmachen:
Nach Westen verschieben:
„In unserem Abfall steckt Gold. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Rückgewinnung hat eine neue weltweite Milliardenindustrie ins Leben gerufen. Man nennt es ‚Urban Mining‘ und es ist gerade voll im Trend.“
So beginnt die Redaktion von VPRO Tegenlicht das Begleitschreiben als Einleitung zur Dokumentation „Vuil Goud“. In dieser (übrigens sehr empfehlenswerten) Dokumentation weisen die Macher auf ein Problem hin: dass in Afrika seit Jahren alte Elektronikgeräte entsorgt werden. Die Tendenz in Bezug auf alte Elektronikgeräte ist überwiegend negativ. Vor allem in den 90er Jahren hat sich die westliche Welt ihrer Verantwortung entzogen, indem sie den Müll nicht verwertet, sondern einfach entsorgt hat. Dies hat Afrika vor ein großes Problem gestellt. Glücklicherweise gibt es großartige Initiativen, die Sie verfolgen können, indem Sie sich den Dokumentarfilm ansehen.
Verbesserte Techniken:
Seit den 90er Jahren ist die Mülltrennung zu einem wichtigen Thema geworden. Durch die Sortierung der Materialien direkt an der Stelle, an der sie als Abfall anfallen, können immer mehr Materialien recycelt werden. Die Verarbeitungstechniken werden immer fortschrittlicher und finden bei einer breiten Öffentlichkeit Anklang. Denken Sie dabei an Altpapier, Kunststoff, Batterien, Glas und vieles mehr. Es ist allgemein bekannt und akzeptiert, dass wir diese Produkte getrennt sammeln und an spezialisierte Entsorgungsunternehmen weiterleiten. Da die Trennung kostengünstiger wird und die Materialien leichter wiederverwertet werden können, steigt der Wert des Abfalls.
Goldabbau vs. Urban Mining:
Der Goldabbau war schon immer von einer gewissen Mystik umgeben. Sicherlich haben Sie früher Filme über fleißige Cowboys und Abenteurer gesehen, die an den Ufern des Yukon nach Gold schürften. Dieser Fluss löste im19.Jahrhundert einen regelrechten „Goldrausch“ aus. All dies wird in Jules Vernes Bestseller „Le volcan d’Or“ beschrieben. Heutzutage können Sie auf dem National Geographic Channel eine mehrteilige Serie namens „Yukon Gold“ verfolgen. Darin sehen Sie eine Gruppe von Bergleuten, die dieselbe Arbeit verrichten wie ihre berühmten Vorgänger aus dem19.Jahrhundert. Man sieht verbesserte Techniken, aber auch die üblichen Probleme und Schwierigkeiten, denen die Goldgräber auf ihrer Suche nach Gold begegnen. Die Ironie will es, dass in einer Tonne Elektronikschrott 60 Mal mehr Gold enthalten ist als in einer Tonne durchschnittlichen Golderzes. Das Gold steckt in unserem Müll! Wir gewinnen das Gold aus Siedlungsabfällen, die das Golderz ersetzt haben. Da Gold ein sehr guter Leiter ist (siehe diese Seite über Gold),ist dieses Edelmetall in allen Kommunikationsgeräten enthalten. Sie verstehen also, dass in einem Handy relativ mehr Gold steckt als in einem Wasserkocher. Es wurden äußerst effiziente Trennverfahren entwickelt. Diese sind auf sehr große Mengen ausgelegt. Sie denken vielleicht: „Das habe ich doch gar nicht, was habe ich davon?“ Das werde ich Ihnen erklären.
Wie kann ich mitmachen?
Die gute Nachricht ist: Auch Sie können sich am Urban Mining beteiligen! Stellen Sie sich das Recycling am besten als Pyramide vor. Wie Sie wissen, ist eine Pyramide stufenförmig, mit einer breiten Basis und einer schmalen Spitze. Sie als Privatperson bilden die breite Basis. In jedem Haushalt und jedem Unternehmen fällt Elektronikschrott an. Denken Sie zum Beispiel an: Computer, Handys, Laptops, Tablets, Server, Drucker und vieles mehr. Was machen Sie damit? Werfen Sie diese Geräte in die Mülltonne? Das ist schade, denn damit werfen Sie Geld weg. Heutzutage gibt es viele Unternehmen, die diese Materialien von Ihnen kaufen. Diese Unternehmen sortieren sie und sorgen dafür, dass sie in großen Mengen bei den Verarbeitern ankommen. Diese bilden die mittlere Stufe der Pyramide. Diese Unternehmen haben eine wichtige lokale Funktion. Krommenhoek Metals ist eines davon. Diese Unternehmen investieren viel Zeit in die Untersuchung des Werts dieser Abfallströme. Da der Weltmarktpreis beispielsweise für Gold häufig schwankt, ist dies ein Prozess, der Aufmerksamkeit verdient. Letztendlich werden die Materialien an Verarbeitungsbetriebe geliefert. Diese bilden die schmale Spitze der Pyramide. So können Sie das Gold aus Ihrem Hausmüll in Geld umwandeln. Durch richtige Sortierung und eine gesunde Portion intrinsischer Motivation tragen Sie zu saubereren Abfallströmen und einem dickeren Geldbeutel bei. Alles hängt von Ihrem eigenen Engagement ab. Dieses Engagement bringen Sie bereits auf, wenn es um „kostenlose“ Abfallströme geht. Sie stellen Ihr Papier bereits an die Straße und werfen Glas bereits in den Glascontainer. Schauen Sie doch einmal in all Ihre Schubladen, auf dem Dachboden und in der Garage nach. Fragen Sie in Ihrer Nachbarschaft, bei der Arbeit und im Verein nach alten Computern. Oftmals ist ein Metallrecyclingunternehmen auch bereit, Container bei Ihrem Verein oder Ihrem Verband aufzustellen. Krommenhoek Metals tut dies auf jeden Fall. Damit füllen Sie gleich die Vereinskasse auf.
Jeder kann Goldsucher sein, auch Sie! Willkommen in der Welt des Urban Mining.
Von:Jan-Willem Dekker; Händler bei Krommenhoek MetalsBrauchst du Hilfe?
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